Wenn du bei der Fotobearbeitung nicht das komplette Bild, sondern nur eine bestimmte Person, ein einzelnes Objekt oder eine konkrete Farbe verändern möchtest, wählst du den gewünschten Bereich mithilfe einer Maske aus. Die KI-gestützte Maskierung in Adobe Lightroom ist eine Offenbarung für alle, die feine Elemente wie Haare oder Grashalme bisher in stundenlanger Präzisionsarbeit eingegrenzt haben.
Wir geben dir einen kleinen Einblick, wie dir die Maskierung in Lightroom dank zusätzlicher Power noch leichter gelingt.
Automatische Maskierung von Personen – oder besonderen Merkmalen
Um in Lightroom eine Person zu maskieren, brauchst du im Bedienfeld „Maskieren“ nur den Bereich „Personen“ ausklappen und auf die gewünschte Auswahl klicken. Sofern du hier zuvor eine feste Namenszuordnung vorgenommen hast, benennt Lightroom die Maske automatisch.

Der Hautton einer Person auf deinem Foto wirkt etwas unrealistisch? Nachdem du sie maskiert hast, grenzt du deine Auswahl auf die gewünschten Teilaspekte ein. In diesem Fall aktivierst du die Kästchen für „Gesichtshaut“ und „Körperhaut“ und klickst auf „Erstellen“. So maskierst du nur die sichtbaren Hautbereiche für die weitere Bearbeitung. Ebenso lässt sich die Maske auf Merkmale wie Zähne, Augenbrauen oder auch Kleidung beschränken.

Farbmasken und Luminanzbereiche
Die Masken in Lightroom sind nicht auf Personen und Objekte beschränkt: Bei Bedarf wendest du sie auch auf einzelne Pixel einer bestimmten Farbe an. Das kommt dir vor allem dann gelegen, wenn beispielsweise das Grün besonders satt erscheinen soll.
Im Bedienfeld „Maskieren“ klickst du auf Bereich > Farbbereich und wählst in deinem Bild die Farbe aus, die du maskieren möchtest. Über den Schieberegler „Verfeinern“ begrenzt oder erweiterst du das Farbspektrum. Nun kannst du mithilfe der Lightroom-Tools alle gewünschten Schattierungen und Nuancen anpassen.

Die Maskierung von Luminanzbereichen funktioniert nach dem gleichen Prinzip, nur dass du statt Farben einen Helligkeitsbereich auswählst. So setzt du etwa einen Wasserfall besser in Szene.
Bereiche zur Maske hinzufügen oder subtrahieren
Die Personenerkennung hat wider Erwarten überflüssige Bereiche erfasst, oder die manuelle Auswahl einer komplexen Landschaft ist dir zu mühselig? In solchen Fällen fügst du zusätzliche Elemente hinzu, entfernst alles Unnötige oder überschneidest mehrere Masken.
Nachdem du deine Maske erstellt hast, beseitigst du im Nachgang alles, was sie doch nicht abdecken soll. Dazu klickst du auf „Subtrahieren“ beziehungsweise auf das Minussymbol und wählst mithilfe von Maskierungswerkzeugen wie dem KI-optimierten Pinsel oder Farbbereich die zu entfernenden Stellen oder Farben aus. Um dagegen fehlende Elemente zu ergänzen, klickst du auf die Schaltfläche „Hinzufügen“, die als Plussymbol angezeigt wird.

Die Funktion zum Überschneiden hat ihre ganz eigene Superkraft: Sie erstellt dort eine neue Maske, wo sich zwei vorhandene überlappen. Mit dem „Farbbereich“-Tool maskierst du beispielsweise eine bestimmte Farbe und sorgst gleichzeitig dafür, dass sich jegliche Veränderungen nur auf einen spezifischen Bildbereich auswirken.

Um eine vorhandene Maske mit einer weiteren zu schneiden, klickst du bei gedrückter Wahltaste auf „Maske hinzufügen“ oder „Maske subtrahieren“. Anschließend wählst du beispielsweise den Maskentyp „Radialer Verlauf“ aus und ziehst ihn über den Bildbereich, in dem deine Änderungen erscheinen sollen.