GEWUSST WIE

Blick auf die F1-Saison 2026

Neue Regeln versprechen ein spannendes Jahr in der Formel 1.

Eine neue Formel 1-Saison steht in den Startlöchern, und dank neuer technischer Vorgaben und eines komplett neuen Teams in der Startaufstellung hält dieses Jahr selbst für eingefleischte Fans jede Menge Überraschungen bereit.

Hier geht‘s lang: Verfolge das gesamte Geschehen vom ersten Rennwochenende in Australien bis zum Finale in Abu Dhabi – genau hier:

Neue technische Vorgaben

Dieses Jahr läutet aufgrund tiefgreifender Änderungen am Technik-Reglement eine völlig neue Ära der Formel 1 ein. Die Rennwagen dieser Saison sind kleiner, leichter und gehen mit komplett neuen Motoren an den Start.

Diese Motoren beziehen künftig mehr Leistung aus der Batterie, mit einer fast gleichmäßigen Aufteilung zwischen Verbrennungs- und Elektroantrieb. Das bedeutet, dass alle Teams bei der Fahrzeugentwicklung fast bei null anfangen, was den Saisonstart besonders spannend macht: Wer schafft es, aus diesen neuen Boliden die meiste Leistung herauszukitzeln?

Neue strategische Optionen

Die neuen Motoren und Fahrzeugdesigns eröffnen auch neue strategische Möglichkeiten. So sind beispielsweise die Front- und Heckflügel der Wagen jetzt aktiv und können für mehr Geschwindigkeit auf Geraden geöffnet oder für mehr Grip in den Kurven geschlossen werden. Die Kontrolle darüber haben die Fahrer:innen in bestimmten Abschnitten auf den einzelnen Rennstrecken.

Ebenfalls in den Händen der Fahrer:innen liegen die Steuerelemente „Boost“, „Overtake“ und „Recharge“. Fahrer:innen können den Boost-Button drücken, um über die Bordbatterie mehr Leistung vom Motor abzurufen. Diesen Boost können sie nach Belieben einsetzen, um anzugreifen oder sich zu verteidigen.

Wenn ein Auto weniger als eine Sekunde hinter dem vorausfahrenden Fahrzeug liegt, wird der Modus „Overtake“ verfügbar, der den Fahrer:innen etwas mehr Geschwindigkeit verleiht, damit sie überholen können. Das klingt zwar nach dem DRS-System der vergangenen Jahre, aber es gibt einen großen Unterschied: Beim DRS gab es auf jeder Strecke mehrere Punkte, an denen dieser Ein-Sekunden-Abstand gemessen wurde. Beim Überholmodus gibt es nur einen einzigen Messpunkt pro Strecke, wodurch die Fahrer:innen mehr Kontrolle darüber haben, wann sie die zusätzliche Leistung während der Runde abrufen.

Schließlich gibt es noch den Modus „Recharge“, der mithilfe von Motor- und Bremsleistung die Batterie für den Einsatz in den zuvor genannten Modi wieder auflädt.

Neues Team mit bekannten Gesichtern

Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt werden mehr als zehn Teams in der Startaufstellung stehen, denn das Cadillac Formula 1-Team ist neu dabei – ja, genau der Cadillac. Noch überraschender ist vielleicht, dass das Team zwei erfahrene Fahrer verpflichtet hat, die F1-Fans mit Sicherheit bekannt sind: Valtteri Bottas und Sergio Perez. Beide Fahrer blicken auf glanzvolle Karrieren bei den Top-Teams Mercedes beziehungsweise Red Bull zurück.

Mit Audi taucht ein weiterer neuer Name auf – auch wenn es sich dabei um kein gänzlich neues Team handelt. Der deutsche Automobilhersteller ist der neue Eigentümer von Kick Sauber, das nun in Audi Revolut F1-Team umbenannt wurde. Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto bleiben als Fahrer erhalten, allerdings werden die Autos nun von Audi-Motoren angetrieben, wodurch sich Audi in dieser Saison erstmalig auch zu den Motorenherstellern zählen kann. In diesem Jahr wechselt Red Bull ebenfalls auf einen eigenen Motor, der in Zusammenarbeit mit Ford entwickelt wird.

Der einzige neue Fahrer in der Startaufstellung ist Arvid Lindblad, der für Racing Bulls fahren wird. Der ehemalige Fahrer von Racing Bulls, Isack Hadjar, wurde zu Red Bull befördert und ersetzt dort als Teamkollege von Max Verstappen Yuki Tsunoda.