Außergewöhnliche Frauen bewirken aktiv einen Wandel in der App-Welt und eine von ihnen ist Maria Larsson. Durch die Mitarbeit der Ingenieurin für maschinelles Lernen an der Schlaf-App Sleep Cycle - Schlaf Aufnahme verstehen Millionen von Nutzer:innen ihren Schlaf besser.
Name: Maria Larsson, Pronomen: sie/ihr
Tätigkeit: Ingenieurin für maschinelles Lernen
Unternehmen: Sleep Cycle aus Göteborg, Schweden
Lieblings-Empowerment-Emoji: 🦾
Für Sleep Cycle taucht Larsson tief in die Algorithmen ein. Durch die Analyse der Daten von Nutzer:innen, die der Nutzung zugestimmt haben, will Larsson die App intelligenter und hilfreicher bei der Verbesserung der Schlafgesundheit machen.
Der Traum vom ruhigeren Schlaf wird wahr
Eines von Larssons bedeutsamsten Projekten war die Entwicklung von Sleep Cycles so genanntem „Snoracle“ – ein Wortspiel aus den englischen Begriffen snoring und oracle. Also ein Schnarch-Orakel. Snoracle verbessert die Schlaferfassung und damit den Schlaf der Menschen, die die App nutzen, erheblich.
Der Snoracle-Algorithmus ordnet erfolgreich die Schnarchgeräusche der richtigen Person im Raum zu. „Vorher hatten wir ein anderes Modell und manchmal wurden wir gefragt, ob die App auch das nächtliche Schnarchen der jeweiligen Partner:innen nebendran aufzeichnet“, erinnert sich Larsson.

Mithilfe ihrer Kenntnisse über maschinelles Lernen und der Schnarchdaten, die einige User:innen der App für Tests zur Verfügung gestellt haben, entwickelte Larsson ein Modell, das zwischen dem Schnarchen verschiedener Personen unterscheiden kann. „Im Grunde bestimmst du entweder ‚das bin ich’ oder ‚das bin ich nicht’, und das machst du für ein paar Schnarchaufnahmen, bevor der Algorithmus automatisch die Schnarchquelle als die eigene oder die einer anderen Person kategorisiert“, erklärt sie.
Als Larsson realisierte, wie viele coole Dinge sich mit maschinellem Lernen designen lassen, beschloss sie, anderen Frauen den Einstieg in dieses Gebiet zu erleichtern. In ihrer Freizeit organisiert sie gelegentlich Workshops für Frauen, um ihnen ein sicheres Umfeld zu bieten, in dem sie programmieren und Lösungen erarbeiten können: „Tatsächlich kamen danach viele Frauen zu dem Schluss: Das macht Spaß! Und ohne die Veranstaltung hätten sie es nie ausprobiert.“

Ich glaube, bei vielen Technologien merkt man, dass sie eher für Männer gedacht sind.– Maria Larsson

Folg ihrem Beispiel
Heutzutage ist das Lernen online und über Apps weit verbreitet, ebenso wie maschinelles Lernen und Problemlösungskonzepte. Larsson empfiehlt, sich mit Kursen zu den geläufigsten Algorithmen zu befassen. Sie schlägt auch vor, sich auf Plattformen wie Kaggle umzusehen, die es ermöglichen, eigene Projekte zu erstellen: „Das läuft nach dem Motto: ‚Hier sind Daten, hier ist ein Problem – bitte lösen’, und es werden Gewinne für die besten Lösungen vergeben.“
Larsson ist der Meinung, dass es mehr Frauen braucht, um Technologien neu zu gestalten und sie für ein breiteres Publikum attraktiver zu machen. „Ich habe früher für eine Kamerafirma gearbeitet, und der Kameragriff war nicht für kleine Hände gemacht“, erinnert sich Larsson. „Ich glaube, bei vielen Technologien merkt man, dass sie eher für Männer gedacht sind.“
Es braucht verstärkt diversifizierte Sichtweisen – wie etwa Larssons kreativen Vorstoß in der Entwicklung von Produkten und Algorithmen –, um einen dauerhaften Wandel zu erreichen.
Du bist eine Frau oder nicht-binär, wirkst bei einer App oder einem Spiel mit und würdest gerne deine Story erzählen? Dann lass uns an deiner Geschichte teilhaben!