SCHNELL GELÖST

Fotobearbeitung in Lightroom

Dank der App gehören verrauschte Bilder der Vergangenheit an.

Digitales Rauschen führt dazu, dass selbst die tollsten Aufnahmen irgendwie unscharf und künstlich aussehen. Mit Adobe Lightroom rettest du deine Bilder im Handumdrehen – das klappt besonders gut, wenn schummriges Licht oder zu hohe ISO-Werte die Ursache waren. Wir verraten dir, wie’s funktioniert.

Beseitige das Rauschen mit KI

Um ein RAW-Bild schnell vom Rauschen zu befreien, machst du dir das KI-basierte Entrauschen-Tool in Lightroom zunutze. Dazu klickst du im Bearbeitungspanel auf Details > Rauschreduzierung > Entrauschen.

Starkes Rauschen ruiniert dieses ansonsten gute Foto …

Im „Verbessern“-Fenster erscheint daraufhin neben einem einzigen Schieberegler auch eine Vorschau auf das Ergebnis. Je niedriger der Wert, desto höher das Rauschen – und je höher der Wert, desto weicher erscheint das Bild. Jetzt musst du nur noch die perfekte Balance finden. Der Standardwert von 50 gibt dabei eine gute Richtung vor. Für einen Vorher-nachher-Vergleich klickst du auf eine beliebige Stelle in der Vorschau; und sobald du auf „Verbessern“ klickst, erstellst du eine neue, entrauschte DNG-Datei.

… aber mit moderatem KI-Einsatz ist das Rauschen so gut wie weg – und die Fotos sehen immer noch ganz natürlich aus.

Beseitige das Rauschen manuell

Wenn dein Bild keine RAW-Datei ist oder du mehr Kontrolle über das Ergebnis haben möchtest, stellst du die jeweiligen Optionen unter „Manuelle Rauschreduzierung“ selber ein. Über den Schieberegler für die Luminanz verringerst du Bildrauschen, das bei zu viel Dunkelheit entsteht; und über den Schieberegler für die Farbe minimierst du entsprechende Bildartefakte.

Mit ein paar händischen Anpassungen rauscht dein Bild schon deutlich weniger, sodass die Details wieder besser zur Geltung kommen.

Sobald du das Rauschen entfernt hast, wirkt dein Foto gleich viel weicher. Experimentier ruhig ein bisschen herum, bis du den perfekten Wert gefunden hast, mit dem dein Bild nicht mehr körnig, aber auch nicht zu glatt aussieht.

Profi-Tipp: Drück \, um zwischen dem Original und dem bearbeiteten Bild hin- und herzuschalten, oder drück die Leertaste, um schnell zu einer verkleinerten Ansicht zu wechseln.

Feinschliff für die Details

Weniger Bildrauschen führt zwar dazu, dass sämtliche Oberflächen auf deinen Aufnahmen viel ebenmässiger erscheinen. Kanten und Ecken heben sich aber unter Umständen trotzdem nicht klar ab. Um solche Feinheiten zu verbessern, klickst du auf das Dreieck neben dem Menüpunkt fürs Rauschen und schiebst die Regler für „Details“ und „Kontrast“ an die gewünschte Stelle. Unter „Farbe“ passt du zusätzlich die Werte für „Details“ und „Glättung“ an, damit bunte Kanten erhalten bleiben und Farbsäume gar nicht erst entstehen.

Nutze die Körnung

Du findest einfach das perfekte Gleichgewicht zwischen körnig und weich nicht? Dann mach es lieber etwas zu weich und lass dann Lightroom wieder ein wenig Körnung hinzufügen. Auch wenn das erst mal kontraintuitiv scheinen mag, die Körnungsalgorithmen von Lightroom sind tendenziell natürlicher als die Körnung von digitalem Rauschen, sodass du am Ende ein ansprechenderes Foto erhältst.

Klick auf „Effekte“ und schiebe den Regler für „Körnung“ ein klein wenig nach rechts – nicht so sehr, dass die Rauschentfernung wieder rückgängig gemacht wird, aber genug, um dein Bild lebensechter aussehen zu lassen. Auch an dieser Stelle ist die Leertaste nützlich, um zwischen den Zoomstufen hin- und herzuwechseln.