Du betrittst das Schlachtfeld. Endlose Wellen von Monstern kommen auf dich zu. Du weichst aus, sammelst Power-ups und wirst mit jedem besiegten Gegner stärker – bis es unweigerlich Game Over heißt. Dann beginnst du von vorn, entschlossener denn je.
Das ist Heroes vs Hordes – ein Survival-RPG, das auf den ersten Blick einfach erscheint, aber hinter dem Chaos aus Projektilen und Explosionen überraschende taktische Tiefe bietet.
Entwickelt wurde es von Swift Games, einem kleinen Studio mit Sitz in Berlin. Im Gespräch mit dem App Store erzählt Mitbegründer Carsten Granig, wie aus einem schnellen Prototyp ein weltweiter Erfolg wurde – und warum das offene Ohr für die Community das Herzstück des Spielwachstums bleibt.
App Store-Debüt: Februar 2022
Hauptsitz: Berlin
Teamgröße: 20
Fun Fact: Der Lieblingsheld des Teams ist nach wie vor der allererste: der Ritter.
Indie-Inspiration
„Wir wollten nie das eine große Spiel entwickeln“, sagt Granig. „Uns ging es vielmehr um einen Entwicklungsprozess, der uns schnell zeigt, was funktioniert.“
Die ersten Versuche von Swift umfassten Puzzle- und Idle-Konzepte, aber nichts davon fand beim Team oder dem Publikum wirklich Anklang. Dann spielte das Team Vampire Survivors – den Indie-Hit des Entwicklungsteams Poncle – und plötzlich machte es Klick.
„Dieser Gameplay-Loop war unglaublich fesselnd, besonders auf dem PC – aber auf Mobilgeräten gab es noch so viel ungenutztes Potenzial“, sagt Granig.
Inspiriert von den Kernelementen des Spiels – automatisch angreifende Held:innen, zufällige Power-ups, endlose Wellen – entwickelte Swift einen eigenen Prototyp. Das Team fügte Ausrüstung, Talente, einen langfristigen Fortschritt und eine große Vielfalt an freischaltbaren Held:innen hinzu, und Heroes vs Hordes war geboren.

Frische Impulse
Es folgte keine riesige Marketingkampagne, sondern eine stetige, gezielte Erweiterung. Die erste Version hatte nur zehn Level – kein Ausrüstungssystem, kein Metaspiel. Aber die frühen Spielerdaten sahen vielversprechend aus, also setzte Swift auf wöchentliche Updates und fügte kontinuierlich Features und Inhalte hinzu.
Ein früher Durchbruch war der Adventure-Modus. Diese monatlich zurückgesetzte Kampagne bietet Spieler:innen die Chance, einen exklusiven Heldencharakter freizuschalten. Aufbauend auf diesem Konzept führte Swift später Storyline ein – einen speziellen Event-Modus mit eigenen Regeln, in dem Spieler:innen ohne ihre übliche Ausrüstung oder Talente von Grund auf neu anfangen.
Jede Storyline bietet eine längere, eigenständige Kampagne mit einzigartigen Bossen, besonderen Belohnungen und in manchen Fällen offiziellen IP-Kooperationen – wie „Avatar – Der Herr der Elemente“ und „Ghostbusters“.
„Das Beste daran“, so Granig, „ist, dass keines dieser Features in einem Konferenzraum entstanden ist. Sie sind direkt aus Gesprächen mit unserer Community hervorgegangen.“

Eine Community aufbauen
Eine der größten Herausforderungen für das Team? Mit den Fans Schritt zu halten. „Unsere Spieler:innen sind unglaublich engagiert“, so Granig. „Sie rasen in nur wenigen Tagen durch Inhalte, an denen wir wochenlang gearbeitet haben.“
Um damit umzugehen, setzt Swift auf die richtige Balance: Er schafft Spieltiefe für langjährige Spieler:innen, gleichzeitig bleibt es für Neulinge zugänglich.
Im Mittelpunkt dieser Balance steht die Community selbst. Der offizielle Discord-Server von Swift hat mittlerweile Hunderttausende von Mitgliedern – von denen viele aktiv Ideen einbringen, Features testen und Strategien austauschen. Einige der engagiertesten Spieler:innen sind zudem in einem privaten VIP-Channel aktiv, in dem neue Ideen oft als erstes Gestalt annehmen.
„Wenn du Woche für Woche dieselben Namen auf Discord siehst, wenn Ideen hin und her fliegen – dann wird dir klar, dass du nicht nur ein Spiel entwickelst“, sagt Granig. „Du baust eine Community auf.“